Warum wir auf Frauenpower setzen

Am 8. März ist Weltfrauentag. Endlich der richtige Zeitpunkt, um mal über etwas zu schreiben, auf das wir immer und immer wieder angesprochen werden: Ja, bis auf den Chef besteht unser Team ausschliesslich aus Frauen. Sogar Agenturhund Lupa ist eine Lady. Und nein, das ist kein Zufall. Aber nicht aus dem Grund, der unserem Ferris – und schlussendlich auch uns – immer wieder unterstellt wird. Weiblich zu sein und dazu halbwegs jung und attraktiv ist keine Bedingung, um bei FBC einen Job zu kriegen. Auch keine inoffizielle. Ferris hat keine einzige seiner Mitarbeiterinnen nach ihrem Geschlecht, Alter oder Aussehen ausgesucht. Woher wir das wissen? Er hat sie (mit Ausnahme von Lupa) gar nicht ausgesucht!

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© Sandro Bross

 

Als Frau lässt sich unsere Chefin nicht von Männern blenden
Unsere Ladys wurden nämlich nicht von einem Mann gecastet, sondern von einer Frau! Klar, der Chef muss seinen finalen Segen geben, aber diejenige, die uns immer wieder mal mit neuer Frauenpower versorgt, ist seine Stellvertreterin Adrienne. Sie schaut nicht auf das Geschlecht einer Bewerberin oder eines Bewerbers, sondern was der- oder diejenige kann. Männer kommunizieren untereinander anders als Frau und Mann. Viele Männer sind direkter als Frauen und wirken dadurch selbstbewusster. Ein Mann schätzt das. Eine Frau auch – aber weil sie eine Frau ist, weiss sie eben auch, dass etwas mehr Zurückhaltung nicht unbedingt weniger Selbstbewusstsein heisst.

Männer haben eine Qualität, die uns Frauen gerade im Geschäftsleben manchmal etwas fehlt: Sie können sich gut verkaufen. Frauen hingegen verkaufen sich sehr oft unter ihrem Wert. Und haben dann im direkten Vergleich mit einem Mann keine Chance, obwohl sie im eigentlichen Job mindestens gleich gut sind.

Wir schauen hinter die Fassade
Aber auch Frauen haben eine Qualität, die Männern manchmal etwas fehlt: Sie hinterfragen – sich selbst, aber auch andere. Leider wird diese Fähigkeit, genau wie andere weibliche Qualitäten wie Empathie oder Effizienz, allgemein nicht so sehr als Führungsqualität angesehen wie männliche Eigenschaften wie Durchsetzungsvermögen oder strategisches Denken. Unter anderem deshalb gibt es immer noch so wenige Frauen in den Chefetagen.

Ist dann aber mal eine Frau in einer Position, in der sie potentielle Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter “durchleuchtet” – wie das eben bei uns der Fall ist – lässt sie sich nicht vom “Verkaufstalent” gewisser Herren überzeugen. Sie macht sich die Mühe, hinter die Fassade zu schauen. Auch hinter die einer Frau, die sich nicht ganz so optimal in Szene gesetzt hat. Und da kommt dann halt öfter raus, dass die Dinge manchmal anders sind, als sie scheinen.

Das beste Team überhaupt
In unserer Branche gibt es generell mehr Frauen als Männer. Auf eine Job-Ausschreibung von uns melden sich in der Regel gut zwei Drittel Frauen. Wer die nötigen Voraussetzungen mitbringt, kommt in die engere Auswahl, egal, ob Frau oder Mann. Und bisher hat uns – beziehungsweise Adrienne – schlussendlich halt immer eine Frau überzeugt. Wobei der eine oder andere Herr schon an utopischen Lohnvorstellungen gescheitert ist. Dass bei uns ein Mitarbeiter nicht mehr verdienen würde als eine Mitarbeiterin, ist Ehrensache!

Selbstverständlich wollen wir keinem Mann unterstellen, dass er nur seines “Verkaufstalents” wegen seinen Job bekommen hat. Das wäre sexistisch. Genauso sexistisch, wie uns zu unterstellen, wir hätten unseren Job in erster Linie bekommen, weil wir Frauen sind. Wir haben ihn nämlich alle deshalb bekommen, weil wir besser waren als die anderen Bewerberinnen und Bewerber. Und deshalb ist unser Frauen-Team genau das, was es ist: Das beste überhaupt!

Lupa
Auch unser Agenturhund Lupa ist eine Lady. © Sandro Bross